All about pumpkin oder Happy Thanksgiving

Natürlich geht es jetzt schon mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Aber bevor wir nicht am Ende der Woche ins kalte Österreich fliegen, dringt das gar nicht recht zu uns vor. Gerade haben wir doch noch mit Freunden Thanksgiving gefeiert. Wir saßen Abends zusammen unterm Sternenhimmel und haben unseren „deep fried turkey“ genossen.

„They travel very far on a special November day, just to share a meal with one another and to give thanks for their many blessings-for the food on their tables and the babies in their arms.“
(aus „November“ von Cynthia Rylant)
Ohne „pumpkin pie“ zum Nachtisch geht’s natürlich nicht an diesem besonderen Feiertag. Ich muss ja sagen, dass ich kein großer Fan von dieser „pie-crust“ bin. Ich finde, die soll bleiben, wo sie Sinn macht, wenn es nämlich darum geht, einen Inhalt auf dem Transport zu schützen, essbare Verpackung eben. Für Kuchen aller Art bleibe ich lieber bei einem Mürbteig. Allerdings finde ich Kürbispüree als Basis für die Füllung sehr lecker und auch variantenreich einsetzbar. Wenn man es nicht -wie in den USA- in Dosen kaufen oder will, kann man es auch selber machen. (Guckst Du hier).
Die Füllung reicht für eine runde Tarteform besteht aus: 1 1/4 cup brauner Zucker, 1EL Stärke, 0,5 TL Salz, 1 1/2 TL Zimt, 1/2 TL gemahlener Ingwer, 1/4 TL frisch gemahlene Muskatnuss, 1/8 TL Nelken (oder fertiges pumpkin pie spice) 2 cups Pumpkin Püree, 3 Eier, 1 cup Sahne, 1/3 cup Milch, 380 Grad, 60 min)
FPumpkinpie
Wunderbare „Pumpkin“ Bücher haben wir auch noch einmal gelesen, bevor wir die Weihnachtslektüre endgültig hervorholen.
„How many seeds are in a pumpkin?“ wird bei dem zweiten Buch des Duos Magaret McNamara und G.Brian Kara gefragt und wenn Mister Tiffin und seine Klasse dem auf den Grund gehen, dann gefällt uns das genauso gut wie das „Apple orchard riddle„.
BHowmanyseedsinapumpkin
Was ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen „pumpkin“ und „squash“? Wer genau hinschaut, findet es heraus. Sophie schließt nämlich keinen „pumpkin“, sondern einen „squash“ in ihr Herz, „cause it has just the right size to love“. Ein witziges Buch über einen besonderen Freund, dem Sieg der Liebe über die Normalität und den Kreislauf der Natur.
BSophie'sSquash
Seit dem letzten Thanksgiving haben wir kleine „Dankbarkeitsbücherl“, in die wir mal mehr mal weniger regelmäßig abends einschreiben, wofür wir dankbar sind. Die Initiative dafür geht mal von mir, mal von den Kindern aus. Es ist immer wieder interessant, was der Vorgang zu Tage fördert. Es hilft mir, die Welt der Kinder besser wahrzunehmen. Auch für Freunde sind wir dankbar und haben deshalb zu Thanksgiving für unsere Kindergartenfreunde (auch ich habe dort Freunde) aus selbst gemachten Papier mit Calendulasamen kleine Blätter geschnitten, die dann eingepflanzt hoffentlich Blüten tragen.
CSamenpapier
Wir so oft, eher die „quick&dirty“ Methode:
  • Papier zerreißen (entweder bereits in der gewünschten Farbe oder man färbt das z.B. mit Lebensmittelfarbe ein)
  • mit so wenig wie möglich, so viel wie nötig Wasser in den Mixer bis sich „Pampe“ oder „Pulp“ ergibt.
  • Samen unterrühren (nicht im Mixer)
  • auf ein ebenes Sieb (wir haben den Spritzschutz von der Pfanne genommen) glatt streichen, dabei möglichst viel Wasser ausdrücken.
  • Ein paar Tage trocknen lassen.
  • Vorsichtig lösen

Desto dünner man arbeitet, desto besser lässt es sich später schneiden, aber es wird natürlich auch brüchiger.

Sehr fein kann man auf diese Weise nicht arbeiten, aber es ist absolut kindergartenkindertauglich. Wenn es auch Einwände gab à la, “ wenn es vorher schon Papier war und hinterher ist es wieder Papier, dann hat man kein Papier gemacht“. Gut, vielleicht nicht, dann hat man halt Samen in das Papier hinein gezaubert.

Schön stelle ich mir z.B. auch weiße Sterne mit Samen als Weihnachtskarten oder Geschenkanhänger vor, dann hat der Beschenkte hinterher nichts rumliegen, sondern pflanzt es einfach ein und hat im Sommer auch noch eine Freude. Vielleicht inspiriert das ja jemanden beim creadienstag.

Tadaa, da war er also, unser Übergang in die Weihnachtszeit. Die ersten Türchen sind aufgemacht und das heißt für uns auch Leseadvent. Jeden Tag gibt es ein Wiedersehen mit einigen unserer Lieblingsbuchhelden dieses Jahr. So lesen wir nicht nur unsere Weihnachtsbücher, sondern auch die Weihnachtskapitel von zahlreichen Büchern, die wir diese Jahr verschlungen haben. Wir lesen von Hörbes Weihnachten mit Zwottel, von Harry Potters erstem Weihnachten in Hogwarts, von Weihnachten auf Saltkrokan, wie Peterchen auf seiner Mondfahrt auf die Weihnachtswiese kommt, wie die Kinder aus Bullerbü und Pippi Langstrumpf und Michl aus Lönneberga Weihnachten feiern, wie Martin aus dem „Fliegenden Klassenzimmer“ Weihnachten doch nach Hause kann (vielleicht schaffe ich es sogar das vorzulesen, ohne zu heulen)….ach ich freu mich schon. Und wenn ich dann mit meinen Kindern gemütlich bei ein paar Plätzchen sitze und ein paar Kerzen angezündet habe, die Buben begeistert Weihnachtslieder singen und wir so viel Weihnachtliches lesen, ja dann verschmerze ich vielleicht auch den Legoadventskalender, der ihnen so viel Freude macht.