Petersilienüberschuss

Weil unser Kräuterbeet erst seit Mitte Juni unsere räuberischen Angriffen ausgesetzt ist, können wir jetzt so richtig aus dem Vollen schöpfen. Die Petersilie wächst uns allerdings ein bisschen über den Kopf. Man kann sie wohl ganz gut einfrieren (man muss sie nicht mal hacken, sie zerbröselt dann gefroren von selbst), aber weil wir die meiste Winterzeit in Miami sein werden, müssen wir jetzt auch keine riesigen Mengen bevorraten.Ma KräuterbeetDieses Petersilienpesto hat uns allerdings so gut geschmeckt, dass es uns sicher den ganzen Sommer über begleiten wird und die Petersilienberge hoffentlich ein bisschen eindämmt.  Es passt nicht nur zu Nudeln, sondern auch zu Kartoffeln, als Topping für Salate und macht jedes Sandwich zum Knaller.PersilienpestoDas ist drin: Petersilie, Cashewkerne, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl.

Mengenverhältnis: freestyle

F Salat mit Petersileinpesto

Mehr Petersilienrezepte sind hier herzlich willkommen!

Pusteblumenherz…also fast jedenfalls

Während wir den Löwenzahn letztes Jahr noch voll ausgeschlachtet hatten und an unserem Löwenzahntag Sträusse gepflückt, Wasserleitungen gebaut, ihm beim Kringeln zugeschaut und ein wunderbares Löwenzahngelee hergestellt hatten, ist auch die Freude am Löwenzahn in unserem Trubel dieses Jahr ein bisschen zu kurz gekommen. Alles was uns blieb, nachdem wir uns in München häuslich eingerichtet hatten und sich endlich Sonnenstrahlen am Himmel zeigten, waren Pusteblumen.

Trotzdem wunderbar. Ok, das Herz ist dann nicht so ganz fertig geworden. Da waren wohl ein paar Waldgeister am Werk, die das verhindert haben…

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Wir sind dahin….

Die letzten Himbeeren und Tomaten sind gepflückt. Morgen geht es los nach SoBe Miami. Die Buben freuen sich mächtig und zählen schon die ganze Woche die Tage.

Wir drehen letzte Runden durch den Garten, fahren letzte Runden zum Wertstoffhof und spielen noch einmal ausgiebig mit unserer Beute vom Brucker Schloßberg.

Heute geht es nur noch ans Packen und das ist keine große Sache mehr. Mühsam ist höchstens die Kinder zu stoppen, wenn sie jede Minute mit seltsamen Schätzen ankommen, die unbedingt mit müssen.

Zumal auch ich ein paar Abstrusitäten mitschleppe. Zum Beispiel Gelierzucker ;-). Ich mag keine gekaufte Marmelade und es ist ja auch keine große Sache schnell ein, zwei Gläser zu machen. Nur wer je in einem Publix stand und nach preservation sugar/gelifying sugar/jam sugar gefragt hat und von 5-10 Mitarbeitern verständnislos angeschaut wird, der muss so wertvolle Güter auch mal importieren (Immer noch vom Land kommend, aber nicht mehr ganz so naiv). Da fällt mir ein…. das Marmeladenrezept….Ananas, Mango, Maracuja, Banane, Chili……und Kürbis, Blutorange, Zimt……brauch ich ja noch.

Auf den letzten Drücker haben wir uns auch von den Naturkindern noch zu einer Spitzwegerichcreme inspirieren lassen, die hilft gegen Mückenstiche und davon wird es in Miami noch reichlich geben. Jedenfalls in unserer Garage gibt es die leider immer zuhauf und Matteo und ich sind besonders beliebte und empfindliche Opfer. Aber jetzt sind wir ja gerüstet.

Die langen Flüge sind für uns mittlerweile kein Problem mehr (wenn ich auch nicht so weit gehen würde wie Johannes und behaupten, ich freue mich auf den Flug). Wer aber noch ein paar Flugtipps für Kinder braucht, der findet sie hier und hier.

Seerosenteich in der Badewanne

Weil uns ja unsere Kräuter langsam ein bisschen überwuchern und sich die Kapuzinerkresse auch nicht so für die Kräuterkränzchen eignen, haben wir uns etwas anderes damit überlegt. Natürlich finden die wunderschönen Blüten bei uns auch im Salat Verwendung und die kann man auch mitessen. (Außer mir tut das aber bei uns keiner ;-).

Aber weil wir zur Zeit wirklich verschwenderisch mit der Kapuzinerkresse umgehen können, haben wir auch einen kleinen Seerosenteich in der Badewanne damit gestalten.

Das Badesalz haben wir selbst gefärbt, so wie hier.
Mehr Badespass gab es auch schon hier und hier.

Mariä Himmelfahrt – das Kräuterfest

Mariä Himmelfahrt ist ein weiteres Fest im Jahreslauf mit dem man, ähnlich Lichtmess, nicht mehr so recht etwas anzufangen weiß.
Die Kräuterweihe, die viel weiter zurückreicht, als die Verehrung Marias, begründet sich auf der Verehrung der nordischen Fruchtbarkeitsgöttin Hludyn, die uns im Märchen als Frau Holle begegnet.

Das Segnen der Kräutersträuße, die aus verschiedenen Kräutern und Getreiden zusammengestellt werden, erlebt derzeit an vielen Orten wieder eine Renaissance.
Nachdem uns Mitte August unser Kräuterbeet regelmäßig über den Kopf wächst, trifft sich das ganz gut und wir haben auch schon letztes Jahr kleine Kränzchen geflochten und ans Bett gehängt. Das vertreibt die Gespenster und Räuber, die zuhauf unser Heim bevölkern.

Der Duft ist jedenfalls betörend. Die Kinder schneiden wie wild verschiedene Kräuter ab und ich hoffe, dass zum Essen noch was übrig bleibt.

Die völlig vertrockneten Kränzchen aus dem letzten Jahr dufteten sogar immer noch. Wir werfen sie ins Lagerfeuer und wünschen uns was. Die Gelegenheiten zum Wünschen sollte man nie ungenutzt verstreichen lassen. Wer gerade kein Kräuterkränzchen zur Hand hat, der muss einfach derzeit ein bisschen nach Sternschnuppen Ausschau halten.
Noch mehr Kräuterideen gibt es hier.