Finger Knitting Alarm

Meine Söhne sind im „Finger-Knitting-Fieber“. Nachdem sie erst eine zeitlang die Anfängervariante mit nur einem Finger praktiziert haben, hat sich nun Mrs Evelyn im Kindergarten ihrer erbarmt und ihnen höhere Weihen angedeihen lassen.

Der Mann von Welt trägt bei uns nun ganz lässig dieses „Halstuch“.

Cfingerknittingcollar

Nachdem meine Söhne nun auch mich angelernt haben, haben wir zusammen aus den Materialien der letzten Osterdekoaktion noch einmal Ostereier „geknittet“. (Vor allem Matteo spricht mittlerweile ein rechtes Kauderwelsch aus halb englischen, halb deutschen Sätzen oder auch Wörtern).

cfingerknittingeier1

Wer das auch lernen will, kann das hier tun. Unsere Variante unterscheidet sich nur insofern, dass wir am Anfang den Fadenbeginn (tail) mit einer Schlinge am Daumen befestigen, bevor er nach der ersten Runde, dann zwischen Zeige- und Mittelfinger verschwindet. Das ist für kleinere Kinder einfacher, weil sie sich nicht so auf das Festhalten des Fadens konzentrieren müssen.

cfingerknittingeier2

 

Ich bin sicher, bei den Naturkindern gibt es morgen noch mehr österliches, wir freuen uns wieder auf’s Grünzeug.

 

Little Elephant

Zu behaupten, dass bei uns Kleidungsstücke ausgebessert werden (also genäht, gestopft, oder mit Flicken versehen), wäre schlicht gelogen. Zum einen bin ich der Ansicht, dass man so ein hart erarbeitetes Loch auch mal eine Zeitlang erhobenen Kopfes tragen kann. Zum anderen geht die Reparaturnaht ja eh dauernd wieder auf. Also das weiß ich aus „Jim Knopf“, eigene Erfahrung hab ich da nicht. Wenn die Hosen so durch sind, dass sie nicht an jüngere Kinder weitergereicht werden können, schmeiße ich sie dann auch irgendwann weg. Ich könnte ja mal irgendein Recycling dafür starten, oder Armbänder daraus häkeln.

Allerdings kämpfe ich auch vermehrt mit dem Problem, dass meine Söhne sehr heikel werden, was Ihre Kleidung angeht. Es kommt bei uns, zum Beispiel, vor, dass von 10 Hosen nur 2 getragen werden können. Warum, das hab ich mir irgendwie mangels Nachvollziehbarkeit nicht merken können. Auf diesem Umweg komme ich also nun doch zum „Hosen Retten“….

Aber auch, weil ich mich in den kleinen Elefant verliebt habe und der ja ein Zuhause brauchte. Vielleicht wäre er an einer weniger geschundenen Stelle besser aufgehoben. Ich habe ihn angenäht und angeklebt. Wir werden sehen. Das erste Waschen (inside out) hat er jedenfalls schadlos überstanden. Wenn er sich auflöst, mach ich halt schnell einen Neuen. Matteo hat sich jedenfalls sehr gefreut. Überhaupt freuen sich meine -materiell verwöhnten- Kinder sehr, wenn ich für sie etwas selber mache. Es freut mich wiederum sehr, dass sie die Portion Liebe, die im „Selbermachen“ steckt, erkennen und wertschätzen. Da mach ich mich doch noch eifriger ans Werk. Und vielleicht probiere ich auch noch ein paar der anderen Tiere aus, die ich bei repeatcrafterme.com entdeckt habe. Übrigens ist der Elefant von der Sendung mit der Maus gerade 40 Jahre alt geworden. Das wäre doch auch ein Anlass.

CElephant auf Jeans

Ich bin beim Häkeln in die unschöne Lage geraten, dass ich mir die verschiedenen Maschenarten, je nach Projekt, zum Teil auf Englisch, zum Teil auf Deutsch angeeignet habe. Außerdem muss ich auch am Anfang immer noch mal nachschauen, wie eigentlich ein doppeltes Stäbchen geht. Wenn ich in Sachen „Nadeln“ etwas nicht weiß, frage ich grundsätzlich hier nach. Ich bin ganz verliebt in die wunderbare, bodenständige, österreichische Stimme und hab das Gefühl von eliZZZa könnte ich sogar noch das Socken Stricken lernen.

Für alle die, wie ich, hin- und herrattern zwischen den englischen und deutschen Bezeichnungen, habe ich hier die Anleitung von repeatcrafterme.com ins Deutsche übertragen.

Das Häkeln geht echt superfix. Bei mir liegt es dann allerdings mindestens zwei Wochen rum, weil ich das Zusammennähen und Fäden Vernähen vor mir herschiebe.

Abkürzungen:

SlSt/Slipstich=KM/Kettmasche

SC/Single Crochet=FM/Feste Masche

HDC/Half Double Crochet=h. Stb./halbes Stäbchen

DC/Double Crochet= Stb/einfaches Stäbchen

CH/Chain=LfM/Luftmasche

Los geht’s also mit dem Elefanten:

Runde 1Magic Loop, 1LfM, 8 h.Stb. mit KM schließen, 1LfM

Runde 2: *2 h. Stb. in jede Masche der Vorrunde*, mit einer KM schließen, 1LfM

Runde 3: *2 h.Stb. in die erste Masche der Vorrunde, 1 h.Stb. in die nächste Masche der Vorrunde*, mit einer KM schließen, 1 LfM

Runde 4: 1 Fm jew. in die nächsten 2 Maschen, Fm, h.Stb., Stb. in die folgende Masche, Stb. in nächste Masche, 2 LfM häkeln und sie mit einer KM zur folgenden Masche verbinden, jeweils eine KM in die nächsten 2 Maschen, 2LfM, jew.1 Stb. in die nächsten 2 Maschen, 2 LfM häkeln und mit einer KM in die nächste Masche verbinden (das waren die Füsse),1 FM jew. in die nächsten 2 Maschen, Km in die nächste Masche, 9 LfM häkeln, entlang der LfMkette zurück FM, Stb. in die Masche in die, die 9 LfM gehäkelt wurden (das war der Rüssel), je ein Stb in die nächsten 3 Maschen, h.Stb. in die nächste Masche, die Runde mit FM schließen, vor dem Rundenschluss 3 LfM häkeln, zurück zur Runde mit KM, mit einer KM die Runde schließen ( das war der Schwanz) und die Arbeit beenden.

Für’s Ohr:

Magic Loop, 2 LfM, 9 Stb. in den Ring, 2 Lfm häkeln und zum Ring verbinden, den Ring eng ziehen, aber die Runde nicht schließen. Die Arbeit beenden und das Ohr an den Elefant nähen.

Für’s Auge einen French Knot (neeee, das konnte ich auch nicht. Nach ein paar Fehlversuchen habe ich es dann aber dank dieser Anleitung ganz leicht geschafft.

CHäkelElephant

Ist alles einfacher, als es jetzt klingt und macht viel mehr Spaß, als Benjamin Blümchen!!

Ab geht’s zum creadienstag und zum Upcycling!

Und mehr „grüne“ Ideen gibt es am Freitag bei den Naturkinder, da schauen wir sicher wieder vorbei!

 

Tulpenrecycling – Suncatcher

Tulpen sind meine Lieblingsblumen, jedenfalls wenn nicht gerade Pfingstrosenzeit ist. Ein manches Mal sind sie mir schon so in der Vase eingetrocknet, dass sie eigentlich immer noch schön waren, obwohl man sie ja nicht gerade zu den Trockenblumen zählt. Es hat mir auch immer ein bisschen leid getan, die gefallenen Blütenblätter wegzuschmeißen. Darum habe ich jetzt mal von zwei Sträußen (12 Stück) die Blätter getrocknet. Es hätte zwar noch etwas anderes entstehen sollen, aber erst mal haben wir unseren Vorrat für ein bisschen Deko zum Valentinstag aufgebraucht.

Tulpenherzgelb

Unsere Herzen sind mit „contact paper“ hinterklebt. Ich erinnere mich dunkel, dass man das in der Schulzeit zum Bücher einschlagen benützt hat. Damit ist es eben noch ein bisschen durchsichtiger, als wenn man Transparentpapier beklebt. Man kann das natürlich auch mit einer weiteren Schicht oben schließen, dann löst sich sicher nichts mehr ab. Aber wir fanden 3D irgendwie besser und auch durchscheinender. Es hält trotzdem ganz gut, wenn man die getrockneten Blätter festdrückt.

Tulpenherzrosa

Die Jungs haben zwar mitgemacht, kamen aber zu dem Schluss, dass das „eher was für Mädels ist“.

Allerdings ist „Pulver Herstellen“ Magie und Forschertum, Experiment und Geheimnis. Ganz klar was für Männer. Deshalb waren sie im zweiten Teil mit wesentlich mehr Begeisterung am Werk. Wir haben also die getrockneten Blätter im Standmixer pulverisiert und dann auf die Klebefolie gestreut. Man kann das freestyle machen (Kind 2, 5 Jahre, Regelhasser) oder mit Lineal als Abgrenzungshilfe (Kind 1, 6 Jahre, Regelliebhaber).

Blumenbröselherzen

Einig sind wir uns alle drei, dass wir unbedingt Farbpulver in allen Farbkastenfarben sammeln müssen, also mindestens hundert verschiedene…..

Die Grundidee ist ja eine vielseitige und schnelle Bastelei, die sich je nach Jahreszeit immer wieder anpassen lässt. Mal sehen, ob wir bis Ostern hundert Farben, dann für Ostereier, gesammelt haben.

Jetzt schauen wir, was es sonst noch so beim creadienstag gibt, vielleicht ist ja was für uns dabei. Am Freitag heißt es dann wieder bei den Naturkindern: Grünzeug und darauf freuen wir uns auch schon.

Häkelarmband

Die Handarbeitslehrerin unserer Schule ist krank. -Wehe es lacht jetzt einer- ich bin für eine Stunde eingesprungen. Ja, ich dachte auch, „dass ich das noch erleben muss darf“. Zum einen sind meine handarbeitlichen Fähigkeiten arg eingeschränkt, wir erinnern uns. Ich versuche das mit Enthusiasmus wettzumachen. Zum anderen muss ich sagen, dass ich seit der Grundschule wahrlich nicht mehr vom Lehrerberuf geträumt habe. Bewundernd erlebe ich bei einer Freundin das Lehrerdasein immer mit, in das sie sich nach zwei Jahrzehnten noch voller Elan und mit immer neuen Ideen stürzt. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen sie in Ihrem Beruf zu kämpfen hatten, kann ich nur sagen, „Hut ab“.

Dagegen hatte ich es echt leicht. Unsere Schule ist winzig und die entsprechende Jahrgangsstufe bestand aus drei dreizehnjährigen Mädchen. Jede einzelne zum Niederknien bezaubernd. Wir hatten viel Spaß, Pädagogik war nicht gefragt.

Die Häkelarmbänder waren dafür perfekt, weil wir sie in der begrenzten Zeit fertigstellen konnten, weil ich das eh schon lang mal machen wollte (mein Shirt lag schon ein halbes Jahr rum) und aus „Alt mach Neu“ ist ja auch immer so pädagogisch/nachhaltig…ich hatte ja schließlich einen Lehrauftrag.

Man schneidet aus einem alten Shirt ca. fingerdicke Streifen. Wer keine abstehenden Fädchen mag, der muss sich vielleicht an einem T-Shirtstoff versuchen. Dann muss man diese Streifen natürlich wieder zusammenfügen. Das kann man mit einer Nähmaschine machen. Das war allerdings hier keine Option, weil alle außer mir mit einer Nähmaschine umgehen konnten. Deshalb habe ich diesen alten Indianertrick ausgegraben und damit nicht nur die Mädels, sondern auch die komplette Schule, die überwiegend von Jungs besucht wird, begeistert. Die kleinen Dinge, eben.

In die Streifen (ca. 10 m Streifen braucht man) jeweils am Anfang und am Ende parallel zur Längsseite einen kleinen Schnitt machen. Dann legt man den Anfang des anzufügenden Streifens (B) unter das Ende des Startstreifens (A). Man zieht den Anfang von B durch das Loch in A und dann zieht man den Anfang von B noch durch das Ende von B. Klingt jetzt komplizierter, als es ist, wenn man es einfach ausprobiert, hat man es gleich raus. Sieht dann so aus:

StoffstreifenDas Häkeln ist dann ähnlich einfach. Man schlägt Luftmaschen an. Irgendwas zwischen 20 und 30. Das hängt stark vom Handgelenkt und vom Stoff ab. Also einfach mal ausprobieren. Dann häkelt man einfach feste Maschen immer rund herum. Dabei nur ins hintere Glied der Masche einstecken, das ergibt eine schönere Rundung. Wie viele Reihen? Das kommt auf den persönlichen Geschmack und auf die Beschaffenheit Eurer Stoffstreifen an. Bei mir waren es vier. In der letzten Reihe kann man 2-3 Maschen gleichmäßig verteilt überspringen, auch das hilft, eine Armreifform zu bekommen.

Häkelarmband1

Dann vernäht man die Fäden so, dass sich der Abschluss ein bisschen ebnet. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Häkelarmband2Jetzt schauen wir mal, was es noch für crea- und upcycling-Ideen gibt.

Sternenhimmel

haben wir noch in Miami mit Sand vom Strand und Glitzer gemacht. Meine Kinder hätten gerne viel mehr Glitzer gehabt. Leider, leider hatte ich aber nicht mehr und wir mussten ein bisschen mit Sand strecken. Auch in der Ausführung scheiden sich die Geister. Während die Kinder eher auf die Variante „dick-paniertes-Schnitzel“ stehen, finde ich es ganz schön, wenn man an manchen Stellen, das weiße Aquarellpapier (oder ein anderes stärkeres Papier) noch ein bisschen sieht und es weniger akkurat ist.

Csandglitzersterne

Ein paar unserer Sterne mogeln sich noch zu den Bienenwachskerzen, die wir für unseren Kindergartenbasar gebastelt haben. Die Gläser dafür haben alle schon einmal Kerzen beherbergt. Seit wir mit einem normalen Glas schon mal einen kreisrunden Brandfleck in unseren Holztisch gebrannt haben, werden bei uns dafür nur noch erprobte Behältnisse verwendet. Upcycling eben. Letzte kreative Ideen vor Weihnachten sammeln wir beim creadienstag.

cbienenwachs mit sternen